1. Heizkörper entlüften
Nach dem Sommer hat sich manchmal Luft in den Heizkörpern gesammelt. Sie gluckern oder rauschen dann bei Betrieb oder werden gar nicht erst warm. Wenn Heizkörper zu Beginn der kalten Jahreszeit mit einem Lüftungsschlüssel entlüftet werden, sind sie wieder komplett mit Wasser gefüllt und können optimal wärmen.
2. Rollläden und Vorhänge als Wärmedämmung nutzen
Wer mit Einbruch der Dunkelheit die Rollläden schließt, senkt die Wärmeverluste an Fenstern – und damit die Heizkosten – um mindestens ein Fünftel. Auch Vorhänge dämmen die Wärme etwas, besonders vor zugigen Türen und Fenstern. Das Runterlassen von Rollläden und das Zuziehen von Gardinen lohnen sich also. „Zu den wichtigsten Maßnahmen für einen nachhaltigen Energieverbrauch zählen zudem die Dämmung von Fassaden und Dächern“, sagt Birgit Lachmann, Energieberaterin von enercity. „Schließlich werden 70 Prozent des privaten Energieverbrauchs zum Heizen verwendet. Wer die Fassaden und das Dach seines Hauses dämmt, kann seinen Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken.“
3. Fenster und Heizungsrohre abdichten
Noch effektiver, als den Vorhang zuzuziehen, ist es, zugige Fenster oder Balkontüren mit Profildichtungen beziehungsweise Dichtungsbürsten abzudichten. Auch über ungedämmte Heizungsrohre (etwa im Keller) geht viel Wärme verloren. Solche Rohre lassen sich leicht mit Isolierschläuchen aus dem Baumarkt dämmen.
4. Heizkörper nicht zustellen und die Wand hinter dem Heizkörper isolieren
In Herbst und Winter sollten vor den Heizkörpern keine Sofas, Regale oder andere Möbel stehen. Denn dahinter staut sich die Wärme, anstatt sich richtig im Raum zu verteilen. Also: zu Beginn der Heizperiode die Möbel abrücken. Das gilt besonders für Altbauten mit schlecht gedämmten, kühlen Außenwänden. In diesem Fall hilft übrigens auch eine Isolierschicht hinter dem Heizkörper besonders gut dabei, Wärmeverluste nach draußen zu begrenzen.
5. Thermostat richtig bedienen
Die Zahlen am Heizkörperthermostat zeigen nicht an, wie heiß die Heizung werden soll – sie stehen vielmehr für die Raumtemperatur, die der Thermostat ansteuert. Das heißt, die Heizung reagiert darauf, wie warm oder kalt es im Zimmer ist. Die Stufe 1 bezieht sich dabei beispielsweise meist auf 12 Grad Raumtemperatur, Stufe 3 sind üblicherweise rund 20 Grad. Für unterschiedliche Räume sind unterschiedliche Temperaturen ideal (siehe Kasten unten).
6. Intelligente Thermostate installieren
Intelligente Thermostate lassen sich vorab darauf einstellen, wann genau in welchem Raum welche Temperatur herrschen soll. Beispielsweise ist es dann morgens beim Aufstehen schon gemütlich warm im Badezimmer, während die Heizung dort tagsüber im Energiesparmodus auf die nächste Benutzung wartet. Solche programmierbaren Thermostate lassen sich mit wenig Aufwand gegen alte Thermostate austauschen. Intelligente Thermostate lassen sich individuell programmieren. Je nach Vorgabe, stellt sich die Heizung zu bestimmten Zeiten an oder ab.
7. Richtig lüften
Wenn die Fenster im Herbst oder Winter länger offen stehen, arbeitet der Heizkörper gegen die hereinströmende Kaltluft an, um die am Thermostat eingestellte Raumtemperatur zu erreichen. Die Heizung dreht also richtig auf. Vor dem Lüften darum immer den Thermostat runterregeln. Wenn Fenster länger offen bleiben, kühlen zudem Wände und Möbel aus. Anschließend verbraucht die Heizung viel Energie, um alles wieder aufzuwärmen. Besser – und während der Corona-Pandemie empfohlen – ist kurzes Stoß- und Querlüften mehrmals am Tag: Fünf Minuten komplett geöffnete Fenster sorgen für Frischluft, ohne dass das Zimmer auskühlt.
8. Heizung nicht komplett ausdrehen