Tipps für einen niedrigen Stromverbrauch

Als Verbraucher können Sie nicht nur durch einen Tarifwechsel Geld sparen, sondern auch durch die Reduzierung Ihres Stromverbrauches. Mit diesen Tipps können Sie Ihren Verbrauch effizient minimieren.

Notebook mit Netzanschluss

Heimliche Stromfresser beseitigen

Mit nur einem kleinen Tastendruck lassen sich weitere heimliche Stromfresser beseitigen: Die elektronischen Geräte, die unbenutzt im „Standby“ unter Strom stehen. Radio, Fernseher, HiFi-Anlage und Copmuter verbrauchen – obwohl sie ausgeschaltet sind – pausenlos Strom. Allein für den Luxus, die Geräte mit einem Tastendruck auf die Fernbedienung bequem von der Couch einschalten zu können, müssen im Jahr bis zu 100€ aufgebracht werden. Leider löst ein vollständiges Ausschalten mit dem Schalter am Gerät das Problem nicht immer vollständig, denn einige elektronische Geräte stehen auch nach dem Ausschalten stets unter Strom, wenn der Schalter den Stromkreis erst hinter dem Netzteil unterbricht. Das Netzteil verbraucht dabei weiterhin je nach Gerät zwischen einem und zehn Watt. Dieses Problem behebt nur eine schaltbare Steckerleiste, die ausgeschaltet werden kann, sodass endgültig kein Strom mehr das Gerät erreicht. Ansonsten muss der Stecker gezogen werden, falls keine Steckerleiste zur Hand ist. Beim Kauf neuer Geräte sollte dieses Problem beachtet und im Fachhandel erfragt werden, wie und wo der Schalter den Strom unterbricht.


Akkus richtig aufladen

In jedem Haushalt finden sich eine Menge akkubetriebener Geräte. Sei es eine Zahnbürste, das Telefon oder Smartphone, ein Rasierer oder ein Laptop; alle verbrauchen Strom in der Zeit, wo sie an der Stromversorgung angeschlossen sind. Daher ist es anzuraten die Geräte erst dann in ihre Ladeschalen hineinzustecken, wenn der Akku leer ist und wieder aufgeladen werden muss. Auch Stecker eines Netzteils, sollten nicht andauernd in der Steckdose verbleiben, wenn das Gerät nicht mehr geladen wird. Es droht die Gefahr, dass heimlich Strom vom Netzteil verbraucht wird, ohne das ein Verbraucher angeschlossen ist. Das vollständige Entleeren des Akkus spart derweil nicht nur Strom, sondern gewährleistet darüber hinaus auch eine lange Lebensdauer des Akkus.


Stromsparen am PC

Ein Stromspartipp für PC-Benutzer ist die Möglichkeit, den Prozessor des Computers durch Einstellungen im Betriebssystem herunterzutakten, wenn bei einfacher Schreibarbeit nicht die gesamte Rechenleistung benötigt wird. Einige neue Prozessoren verfügen über diese Option bereits werkseitig. Durch das Heruntertakten wird weniger Strom zum Betrieb des Computers gebraucht. Auch moderne Grafikkarten bieten die Option durch eine Software die Taktfrequenz ihres Prozessors zu senken. Bestenfalls ist bereits beim Kauf darauf zu achten, dass der Computer, sofern er nur für das Internet und die Büroarbeit gebraucht wird, nicht die stärkste und stromintensivste Hardware aufweist, denn insbesondere leistungsstarke Computer haben Netzteile von bis zu 600 Watt. Nachdem der Computer endgültig heruntergefahren wurde, ist auch hier eine schaltbare Steckerleiste zu empfehlen, um den versteckten Stromverbrauch des Netzteils zu unterbinden. An diese ist natürlich auch der Monitor oder der Drucker anzuschließen. Bei kurzer Abwesenheit ist es sinnvoll, den Monitor per Hand auszuschalten. Bis dieser nämlich den Bildschirmschoner anzeigt und danach in den Standby-Betrieb wechselt, kann schon eine halbe Stunde vergehen. Ebenfalls ratsam ist es, ungenutzte Karten, wie zum Beispiel eine TV-Karte aus dem PC auszubauen. Laptops sollte man nach erfolgreicher Ladung vom Netzstecker trennen. Dann wird nur Strom verbraucht, wenn der Laptop auch genutzt wird.


LED-Lampen verwenden

Sehr schnellen Erfolg verspricht in jedem Haushalt eine konsequente Verwendung von LED-Lampen. Zwar haben diese zunächst einen relativ hohen Anschaffungspreis, gleichen diesen jedoch im Laufe ihrer fünffachen, bis zu 10000 Stunden langen Lebensdauer durch den eingesparten Strom wieder aus. Der Stromverbrauch einer LED-Lampe beträgt bei gleicher Helligkeit nur ca. 1/5 dem einer Glühbirne. Eine 60 Watt Glühbirne lässt sich damit durch eine 11 Watt Sparlampe austauschen. Vor allem an Orten, wo eine Glühbirne lange und kontinuierlich brennen soll, ist der Gebrauch der sparsamen Alternative vorzugswürdig. Bezahlt macht sich die Sparlampe bereits ab ca. 2500 Stunden Brenndauer und spart im Ergebnis bis zu 80% des Stroms ein. Helle Lampenschirme sowie weiße Wände steigern die Wirkung der Beleuchtung sogar. Vielleicht kann mit dem richtigen Wandanstrich sogar eine schwächere Glühbirne verwendet werden als bisher.


Backofen nicht vorheizen

Der Backofen ist ein weiterer Verbraucher, der bei richtiger Handhabung nicht mehr so viel Strom kosten muss. Sehr hohe Stromkosten sind dem Vorheizen des Backofens geschuldet, obwohl dies bei weitem nicht immer notwendig ist. Auch die Backofenart spielt eine wichtige Rolle bei der Möglichkeit Strom zu sparen. Ein Umluftherd ermöglicht das bessere Ausnutzen des Backraumes. Somit lassen sich mehrere Backbleche gleichzeitig im Backoffen zubereiten, mit der Gewissheit, dass auch alles gar wird. Hinzu kommt, dass Umluftherde im Betrieb ca. 30% weniger Heizenergie und somit Strom brauchen als ein Backofen mit Ober- und Unterhitze. Sehr oft wird vernachlässigt, den Ofen einige Minuten vor dem Ende der Gardauer auszuschalten und mit der Resthitze das Gargut zuende zu schmoren oder zu backen. Wird bis zum Schluss auf voller Stufe geheizt, so geht wertvolle Heizenergie einfach verloren. Des weiteren ist daran zu denken, den Backofen während der Backens nicht andauernd zu öffnen, um nach dem Gargut zu schauen. Hierbei geht selbstverständlich auch unnötig Hitze verloren, so dass ein Blick durch die Scheibe auf den Kuchen meistens genügen sollte.


Glaskeramik oder sogar Induktionsherde verwenden

Neben dem Backofen können auch auf der Herdplatte einige „Energiesünden“ begangen werden. Bis zu 25 % der Wärme und des Stroms kann verloren gehen, wenn zu kleine Töpfe bzw. zu große Herdplatten benutzt werden. Die Herdplatte sollte nie größer als der Topf sein, sonst wird die Energie nutzlos in den Raum abgegeben und nicht ganz an den Topf. Es ist auf die richtige Größe des Kochgeschirrs zu achten, damit der Topf zur benutzten Herdplatte passt. Hierbei ist bereits beim Einkauf der Töpfe und Pfannen auf den jeweiligen Durchmesser der eigenen Herdplatten zu schauen, damit die Heizenergie bestmöglichst ausgenutzt wird. Auch die Technik des Herdes hat Auswirkungen auf die Energiebilanz. Alte Elektroherde mit den eisernen Kochplatten haben einen viel geringeren Wirkungsgrad als moderne Glaskeramik oder sogar Induktionsherde. Durch die Verwendung einer modernen Herdplatte lassen sich bis zu 40 % der Stromkosten einsparen. Beim Glaskeramikherd sollte stets wie beim Backofen die Restwärme vollständig beim Kochen ausgenutzt werden. Die Technik des Induktionsherdes erzeugt die Hitze im Topf selbst, sodass keine ungenutzte Wärme der Platten an den Raum abgestrahlt werden kann.


Richtige Pfannen und Töpfe verwenden

Einige Besonderheiten sind auch beim Kochgeschirr zu beachten, damit die optimale Energieausbeute gemacht werden kann und nicht unnötig Strom im wahrsten Sinne des Wortes in den Raum verheizt wird! Alte, verbeulte und unebene Töpfe und Pfannen haben einen geringeren Kontakt zu den Herdplatten. Dadurch wird mehr und länger Energie benötigt, bis das Gargut die gewünscht Temperatur erreicht hat. Es ist deshalb stets zu beachten, dass die verwendeten Töpfe einen glatten und ebenen Boden haben, um den größtmöglichen Kontakt zur Herdplatte zu gewähren. Edelstahl eignet sich als Wärmeleiter hierbei ausgezeichnet. Töpfe mit einem Sandwichboden, der aus unterschiedlichen Materialschichten besteht, sind hierbei vorzugswürdig. Daneben sollte auch ein Schnellkochtopf unbedingt zur Grundausstattung gehören. Durch die verkürzten Garzeiten des Dampfkochtopfes lässt sich bis zu 50 % des Stroms einsparen. Obendrein bleiben dabei mehr wertvolle Vitamine und Mineralien im Gargut erhalten. Das Kochen wird dadurch nicht nur günstiger, sondern auch gesünder!


Kühlschrank mit wenig Energieverbrauch verwenden

Der Kühlschrank ist in der Regel das stromintensivste Gerät im Haushalt, da es 365 Tage im Jahr rund um die Uhr läuft und Strom verbraucht. Dadurch besteht aber auch ein großes Potential Strom zu sparen. Zunächst einmal muss beim Kauf auf einen hohe Energieeffizienzklasse geachtet werden. Zu empfehlen sind die Klassen A bis A+++, wobei die letztgenannte die dienlichste ist. Am besten sollte der Kühlschrank nicht neben einer Heizung oder in der Nähe des Herdes stehen, da dies die Kühlleistung schmälert und den Energiebedarf erhöht. Es ist ferner darauf zu achten, dass der Kühlschrank regelmäßig abgetaut wird, weil eine starke Eisbildung im Inneren die Effizienz mindert. Damit die Lebensmittel frisch bleiben, genügt eine konstante Temperatur von 6-7 °C. Wird der Kühlschrank viel kälter gestellt, so kostet es unnötige Energie. Wichtig ist auch, von Zeit zur Zeit auf die Gummidichtungen der Tür zu achten und diese zu pflegen, damit sie nicht porös und somit undicht werden. Ein Trick um die Dichtheit zu überprüfen: Abends eine brennende Taschenlampe in den Kühlschrank legen, die Tür schließen und schauen ob das Licht nach außen dringt. Ist dies der Fall, so sollte die Dichtung ausgetauscht werden.


Richtiges Befüllen der Gefriertruhe

Eine Gefriertruhe ist je nach Größe ausgesprochen stromintensiv. Insbesondere ältere Geräte, können die eingesparten Kosten beim Kauf einer Großpackung sehr schnell aufzerren und sogar ins negative lenken. Eine neue, moderne Kühltruhe der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ kann hierbei sehr viele Stromkosten sparen. Zu beachten ist ebenfalls, dass es nicht zu großer Eisbildung innerhalb des Gerätes kommt, weil dies den Stromverbrauch auch erhöht und gleichzeitig die Kühlleistung schmälert. Zwei bis drei mal im Jahr sollte die Truhe aufgetaut und gereinigt werden. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf den Stromverbrauch aus, sondern erhöht auch die Hygiene! Beim Befüllen ist weniger mehr, aber auch eine leere Gefriertruhe ist ein Stromkostengrab. Am sparsamsten arbeiten Gefriertruhen wenn sie bis zu 70 % gefüllt sind. Die optimale Kühltemperatur liegt bei –18 °C. Kälter muss und sollte es nicht sein, will man nicht unnötig Strom verbrauchen.


Warmwasseranschluss für die Waschmaschine

Auch bei der täglich anfallenden Wäsche mit der Waschmaschine lässt sich eine Menge Strom einsparen, wenn man sich vor Augen führt, dass eine Waschmaschine den größten Teil des Stroms (ca. 75 %) zum Erhitzen des kalten Wassers benötigt und nicht für die Wäsche selbst. Die Lösung zur Einsparung liegt in einem Warmwasseranschluss der Waschmaschine. Leider besitz nicht jedes Gerät einen solchen Anschluss, allerdings zahlt es sich auf Dauer aus, ein neues Gerät mit einem Warmwasseranschluss zu kaufen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Wasser im Haus über eine effiziente Gas- oder Ölzentralheizung erwärmt wird, welche die Waschmaschine dann mit warmen Wasser versorgt. Auch eine Solaranlage, eine Wärmepumpe oder die Fernwärme sind mögliche Energiequellen. Das vorgewärmte Wasser wird über gut gedämmte Rohre zur Waschmaschine geführt, wodurch ein Erhitzen durch Strom in der Maschine nicht mehr notwendig ist. Das gleiche Prinzip lässt sich entsprechend auf den Geschirrspüler anwenden, sodass auch hier Strom eingespart werden kann. Von der energieraubenden Kochwäsche bei 95 °C ist gleichfalls abzuraten. Die intensiven Waschmittel erreichen die selben Resultate auch bereits bei einer Wäsche mit 40 °C oder 60 °C.


Wäsche schrank- oder bügeltrocken?

Zweifelsfrei lässt sich Wäsche am günstigsten und umweltschonendsten draußen an der Wäscheleine oder im Trockenraum trocknen. Die Bedingungen lassen dies jedoch nicht immer zu, sodass ein Trockner oft notwendig ist. Um die Stromkosten hierbei in Grenzen zu halten, ist es wichtig, die Wäsche zuvor mit mindestens 1000 U/min zu schleudern, damit sie nicht mehr allzu nass ist. Es muss auch nicht immer unbedingt das längste Trockenprogramm gewählt werden. „Bügeltrocken“ genügt zumeist vollkommen aus und spart im Vergleich zu dem Programm „schranktrocken“ ca. 10-15 % Strom ein. Wenn die Wäsche sowieso gebügelt werden soll, wäre eine zu lange Trocknung eine unnötige Stromverschwendung.


Richtiges Bügeln

Das Bügeln gehört zwar nicht zu den energieintensivsten Tätigkeiten, trotzdem lässt sich auch hierbei mit bestimmten Tricks Strom einsparen. Die Wäsche ist vor dem Bügeln so zu sortieren, dass die Wäsche mit dem geringsten Hitzebedarf zuerst gebügelt wird. Dadurch wird die eigentlich benötigte Aufheizzeit überbrückt und das Bügeln kann bereits bei der niedrigsten Stufe begonnen und entsprechend früher beendet werden.


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