Energie aus Wasserkraft
Die Wasserkraft ist eine der ältesten Energiequellen die sich der Mensch zu
Nutze machte. Sie bezeichnet das Umwandeln der im Wasser gespeicherten kinetischen Energie in elektrische. Sich bewegendes Wasser - also z.B. strömendes aber auch fallendes - entwickelt diese kinetische Energie, die mit Hilfe von Turbinen in elektrische Energie umgewandelt wird. Da Wasser durch Verdunstung automatisch wieder an Höhe gewinnt, gehört sie zu den regenerativen Energiequellen.
Die Vorzüge sind zahlreich, als wichtigstes Argument pro
Wasserkraft ist aber sicherlich der Umweltschutz anzusehen. Es ergeben sich trotz eines relativ hohen Wirkungsgrades keine
Schadstoffemissionen. Ebenso
gibt es keinen Raubbau an natürlichen Ressourcen und die Energie lässt sich
kostengünstig speichern. Das Risiko welches von einer Wasserkraftanlage ausgeht
ist verglichen mit einem Atomkraftwerk verschwindend gering.
Diese
Vorzüge von Wasserkraftwerken verschieben sich jedoch mit deren Größe, bzw. der Größe des dazu
benötigten Staudammes. Ein auf Grund seiner Umweltgefährdung umstrittenes
Projekt ist z.B. der chinesische Drei-Schluchten-Damm der seit Mai 2006 in
Betrieb ist. Hier verhindern Treibsand und Sedimente eine ansonsten natürliche Selbstreinigung des Stausees selbst, aber auch der angeschlossenen Wasserwege.
Zu den direkten Nachteilen zählen die hohen
Investitionskosten, die Gebundenheit des Kraftwerkes an geografische
Gegebenheiten, die wetterabhängige und daher nicht gleichmäßige Energieerzeugung sowie
die Zerstörung natürlicher Lebensräume durch das Aufstauen von Wassermassen. Eine weitere
direkte Einwirkung ist die Einschränkung der Fischwanderung.
Aufgrund der
hohen Investitionskosten für eine Wasserkraftanlage wird die Rentabilität stark
gedrückt. Erst wenn der Erlös aus dem Verkauf des elektrischen Stromes die
Kosten für die Installation der Wasserkraftanlage übersteigt, wird die Anlage
rentabel. Unterhaltskosten fallen dann nur noch im geringen Ausmaß an. Da
Wasserkraftanlagen meist für einen jahrelangen Betrieb konzipiert
werden. Sowohl Kleinwasserkraftwerke als auch Kraftwerke mit über 10MW können
durch europäische Richtlinien subventioniert werden.
Auf Grund des Kyoto
Protokolls, wird der verstärkte Einsatz von Wasserkraft zur Energiegewinnung an
Bedeutung gewinnen. Die Grenzen des machbaren liegen aber auf der Hand: Länder
mit gebirgiger Landschaft können mit erheblich weniger Aufwand Strom aus
Wasserkraft erzeugen als Länder mit geringen Erhebungen (z.B. Niederlande). In
Ländern mit Meeresküsten kommen stattdessen verstärkt Gezeitenkraftwerke zum Einsatz, die
den Unterschied des Wasserstands zwischen Ebbe und Flut ausnutzen um
elektrischen Strom zu erzeugen.
Zahlreiche Innovationen versuchen dieses
Problem in den Griff zu bekommen, so existieren selbst Wellenkraftwerke, welche mit der
Wellenbewegung Strom erzeugen.
Wasserkraft gehört derzeit zur
effektivsten Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen, und sie nimmt in
diesem Bereich mit 18% der Energieerzeugung den Spitzenplatz vor Sonnenergie und
Windkraft ein.
Der Anteil der Wasserkraft an der weltweit erzeugten Energie liegt bei ca. 18 Prozent und gehört derzeit zur effektivsten Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen. Auf Grund der geografischen Lage und flachen Geländeform liegt der Anteil der in Deutschland durch Wasserkraft erzeugten Energie jedoch nur bei bei ca. 4 Prozent.
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