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Kleines Wörterbuch des Klimaschutzes

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BCLEAN DEVELOPMENT MECHANISM (Mechanismus für eine umweltverträgliche Entwicklung)

Der Clean Development Mechanismus (CDM) räumt den Industrienationen ein, in Entwicklungsländern Projekte zur Verminderung von Treibhausgasen umzusetzen. Die armen Länder haben im Kyoto-Protokoll keine Reduktions-Verpflichtungen übernommen. Die im Entwicklungsland eingesparten Emissionen werden teilweise dem Industrieland gut geschrieben. Wie viel jede Industrienation für ihr Engagement in einem ärmeren Staat berechnet bekommt, hängt von einem Referenzwert ab, der «Baseline». Zur Diskussion steht, einen für alle gültigen Standard festzusetzen oder diese Basis je Land zu definieren.

COMPLIANCE (Überwachung)

Zur Kontrolle der Reduktionsverpflichtungen wollen die Vertragsstaaten ein eigenes Kontrollgremium einrichten. Einigkeit besteht darin, dass es verbindliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung geben soll. Unklar ist, wie diese aussehen. So wird derzeit ein «Anschreiben» auf dem eigenen Emissions-Konto diskutiert. Dies würde einem Land ermöglichen, sich Emissionen aus der nächsten Budgetperiode bei Zahlung einer Strafe zu «borgen». Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass ein Land bei Nichterfüllung einen Aktionsplan unterbreiten muss. Bei weiterer Verfehlung könnte dann der Ausschluss des Landes von den flexiblen Mechanismen oder eine Strafzahlungen in einen Fonds erfolgen.

EMISSIONSHANDEL

Das Kyoto-Protokoll räumt den Handel mit Rechten zur Freisetzung von Treibhausgasen ein. Staaten wie Russland oder die Ukraine, die durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch nach 1990 bis zu 30 Prozent unter den ihnen zugestandenen Emissionen liegen, können ihren «Überschuss» an nicht genutzter CO2-Emission per Lizenzen veräußern. Der Käufer kann sich die erstandenen Plus-Punkte als eigene Emissionsminderung gut schreiben. Umweltschützer befürchten, dass einige Länder durch den Kauf von «heißer Luft» ihr Klimaschutz-Konto ausgleichen, tatsächlich aber nicht die Emissionen reduzieren.

JOINT IMPLEMANTATION (JI)

Der JI-Mechanismus räumt die Kooperation zwischen den Industrieländern ein. Investitionen eines Staates in einen anderen können danach auf dem Emissionskonto des Investorlandes gut geschrieben werden. Im Unterschied zum Emissionshandel geht es bei der JI um die tatsächlich Reduzierung von Treibhausgasen. Unklar ist, welche Projekte dafür zugelassen werden.

REDUKTIONSZIEL

In Kyoto verpflichteten sich die als «Annex-B-Länder» bezeichneten Industriestaaten, zwischen 2008 und 2012 ihre CO2-Emissionen um eine bestimmte Prozentzahl unter den Wert von 1990 zu fahren. Danach müssten die EU ihren Ausstoß um acht Prozent, die USA um sieben sowie Japan und Kanada um sechs Prozent reduzieren. Russland, die Ukraine und Neuseeland müssen ihre Emission auf dem Niveau von 1990 halten, Australien darf sogar acht Prozent zulegen. Innerhalb der EU ergeben sich für die einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedliche Werte, um das Gesamtziel zu erlangen. Deutschland verpflichtete sich, seine CO2-Emission wie Dänemark um 21 Prozent zu reduzieren, Luxemburg will sie um 28 Prozent und Spanien um 15 Prozent drosseln. Frankreich und Finnland müssen auf dem Niveau von 1990 bleiben. Griechenland bekam ein Plus von 25 Prozent und Portugal von 27 Prozent zugesprochen.

SENKEN

Als Senken gelten Flächen, die Kohlendioxid auf natürliche Weise binden, wie Wälder oder Plantagen. Einige Staaten fordern auch die Anerkennung von Maßnahmen wie den Bau von Brandschneisen, die die Freisetzung von CO2 verhindern. Strittig ist, in welchem Ausmaß Senken angerechnet werden. Einem Vorschlag des niederländischen Umweltminister Jan Pronk zufolge soll die Berechnung auf 180 Millionen Tonnen Kohlenstoff weltweit begrenzt werden. Dies entspräche rund drei Viertel des weltweiten Reduktionsziels von 5,2 Prozent.



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