Umweltschutz als politische Aufgabe gewinnt an Bedeutung
Das Umweltbewusstsein der Deutschen ist weiter gestiegen. Das geht aus der neuen Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland hervor, die das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt (UBA)in Auftrag gegeben haben. "躡er zwei Drittel der Bev鰈kerung sind 黚erzeugt, dass sich eine konsequente Umweltpolitik positiv auf die Wettbewerbsf鋒igkeit der Wirtschaft auswirkt", so die Parlamentarische Staatssekret鋜in im Bundesumweltministerium Astrid Klug. Eine umweltgerechte Industriepolitik sei ein wesentlicher Beitrag f黵 Umwelt, Innovation und Besch鋐tigung in Deutschland. UBA-Pr鋝ident Prof. Dr. Andreas Troge: "Umweltschutz ist den Menschen in unserem Land wichtig. Damit das so bleibt, muss die Politik noch deutlicher machen, was anspruchsvoller Umweltschutz f黵 die Menschen konkret bringt: Eine lebenswertere Umwelt f黵 uns und unsere Kinder, eine bessere Gesundheit sowie wirtschaftliche Innovationen mit mehr Arbeitspl鋞zen."
93 Prozent der Befragten halten Umweltschutz f黵 wichtig. Der globale Klimawandel ist jetzt tief im Bewusstsein der Menschen verankert und tr鋑t entscheidend dazu bei, dass Umweltschutz f黵 die Menschen seit einigen Jahren immer relevanter wird. Zwei Drittel der Bev鰈kerung m鯿hten, dass Deutschland in der internationalen Klimaschutzpolitik eine Vorreiterrolle einnimmt. Dies bedeutet gegen黚er 2004 eine Steigerung um 11 Prozent, gegen黚er 2002 sogar um 20 Prozent. Als vorrangige Ziele gelten der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Senkung des Energieverbrauchs und eine bessere Energieeffizienz.
Weitere Ergebnisse im Einzelnen:
Bei der offenen Frage nach den wichtigsten Problemen in Deutschland ist der Umweltschutz von Platz 4 in den Jahren 2000 und 2002 黚er Platz 3 im Jahr 2004 auf Platz 2 geklettert. Platz 1 nimmt nach wie vor die Arbeitslosigkeit ein, auf Platz 3 folgt die soziale Gerechtigkeit, auf Platz 4 die Wirtschaftslage.
Es gibt eine breite Zustimmung zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Energieeffizienz und zum Atomausstieg. 87 Prozent wollen einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien. Ann鋒ernd 90 Prozent sind f黵 einen Ausbau der Solarenergie, 黚er 70 Prozent f黵 den Ausbau von Offshore-Windenergie. Die Atomenergie m鯿hte man mehrheitlich zu den Akten legen. Zwei Drittel der Deutschen wollen am beschlossenen Atomausstieg festhalten oder ihn sogar beschleunigen.
Ferner soll die Industrie dazu angehalten werden, mehr energiesparende Produkte anzubieten - dies findet nahezu hundertprozentige Zustimmung.
Artenvielfalt und Natur sind den Menschen wichtig. Das Problembewusstsein f黵 den Verlust der biologischen Vielfalt ist sehr hoch. Rund 95 Prozent der Befragten sehen, dass der Verlust der biologischen Vielfalt ein sehr gro遝s Problem darstellt. Und 92 Prozent finden, dass der Staat wegen des Verlusts der biologischen Vielfalt dringend handeln sollte.
Das Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement f黵 den Umwelt- und Naturschutz hat stark zugenommen. 45 Prozent der Befragten k鰊nen sich vorstellen, hier aktiv zu werden (2004: 33 Prozent).
Seit Anfang der 1990er Jahre wird regelm溥ig das Umweltbewusstsein der Deutschen ermittelt. Die repr鋝entativen Befragungen sind so angelegt, dass Zeitreihenvergleiche m鰃lich und Entwicklungstendenzen 黚er die Jahre ablesbar sind. Die neue Studie "Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland 2006" wurde konzipiert und durchgef黨rt von einer Forschergruppe an der Philipps-Universit鋞 Marburg unter Leitung von Prof. Dr. Udo Kuckartz. In den Monaten April bis Juni 2006 wurden 2.034 Personen in allen Teilen Deutschlands befragt. (bmu)
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