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Strombörse bietet Termin- und Spotmarkt

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(26/10/01). Die Liberalisierung der EU-Energiemärkte und zeitliche Überkapazitäten der Versorger bereiteten den Weg zur Schaffung der Strombörse. Das Portfolio und die elektronischen Systeme zur Geschäftsabwicklung der bisherigen deutschen Konkurrenten, der Leipzig Power Exchange GmbH (LPX) und der in Frankfurt am Main agierenden European Energy Exchange AG (EEX), waren nicht identisch. Die LPX bot mit ihrem Start im Juni 2000 den so genannten Spotmarkt. Die EEX startete im August 2000 ebenfalls mit dem Spotmarkt und erweiterte ihr Angebot im März dieses Jahres um den Terminmarkt. Im Spotmarkt werden «physische Strommengen» für den nächsten Tag gehandelt, im Terminmarkt längerfristige Liefervereinbarungen
(Futures) getroffen.

Auf dem Terminmarkt werden von den Börsenteilnehmern vor allem längerfristige Preisrisiken ausgeglichen. So können beispielsweise Stromversorger den Preis für eine künftige Stromlieferung fixieren. Der Spotmarkt unterteilt sich in den Auktionsmarkt und den kontinuierlichen Handel. Über den Auktionsmarkt, der einmal pro Tag erfolgt, können sowohl Stunden- als auch Blockkontrakte abgeschlossen werden. Sie dienen den Teilnehmern vor allem zur Optimierung ihres Portfolios.

LPX und EEX liefen bislang unter dem Sammelbegriff Strombörse. Dies wird sich künftig ändern. Bei der Bekanntgabe der Fusionsabsichten wurde bereits mitgeteilt, das als nächstes neue Bereiche, vor allem der Gasmarkt, ins Auge gefasst werden sollen. Die neue EEX wird sich zunehmend als internationale Börse entwickeln. An ihr werden nach derzeitigem Stand rund 90 Teilnehmer aus neun Ländern handeln. Der Energie-Börsenhandel ist ausschließlich ein Geschäft für den Großhandel. Teilnehmer sind Energiehandelsunternehmen, Stromversorger und Broker.

Weitere Informationen: www.lpx.de



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