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Chronologie der Atomtransporte

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Ein mit vier Castoren beladener Zug steht derzeit abfahrtbereit auf dem Gel鋘de des 1990 stillgelegten Atomkraftwerks im brandenburgischen Rheinsberg. Die 246 abgebrannten atomaren Brennelemente sollen voraussichtlich am Mittwoch ins Zwischenlager Lubmin bei Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) gebracht werden. Die Beh鰎den haben bislang weder Zeitpunkt noch die genaue Route des Transports mitgeteilt. Die Nachrichtenagentur ddp dokumentiert die Geschichte der deutschen Castor-Transporte.

April 1995: Philippsburg-Gorleben

Der erste Castor-Transport startet per Bahn am 24. April aus dem baden-w黵ttembergischen Kernkraftwerk Philippsburg. Im nieders鋍hsischen Dannenberg wird der Atomm黮l-Beh鋖ter auf einen Tieflader verladen. Einen Tag sp鋞er trifft der Transport, begleitet von massiven Protesten von Atomkraft-Gegnern, im Zwischenlager Gorleben ein. Insgesamt sind in Niedersachsen 7.600 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz vor Ort. 84 Personen werden kurzfristig in Gewahrsam genommen, 29 Personen werden wegen Straftaten vorl鋟fig festgenommen.

Mai 1996 : La Hague-Gorleben

Der erste von insgesamt 110 f黵 das Zwischenlager Gorleben bestimmten Castor-Transporte aus dem franz鰏ischen La Hague setzt sich am 6. Mai in Bewegung. Tage vor dem geplanten Transport gibt es Anschl鋑e auf Castor-Bahnstrecken. Der Transport erreicht am 8. Mai trotz Stra遝nblockaden und Sabotageaktionen der Castor-Gegner Gorleben. Bundesweit waren rund 15.000 Polizisten im Einsatz.

Mai 1996: Grundremmingen-Sellafield

Am 13. Mai erfolgt die Abfahrt eines Castor-Transports mit abgebrannten Brennst鋌en aus dem schw鋌ischen AKW Grundremmingen zur Wiederaufbereitung nach Sellafield (Gro遙ritannien). Wieder kommt es zu Protesten.

M鋜z 1997: Wahlheim-Gorleben

Ein Castor-Zug startet am 3. M鋜z vom baden-w黵ttembergischen Wahlheim. 躡er eine Ausweichstrecke erreicht der Castor-Transport am 5. M鋜z Gorleben - begleitet von massiven Protesten Tausender Demonstranten.

M鋜z 1998: Wahlheim-Ahaus

Ein mit sechs Castor-Beh鋖tern beladener Zug startet am 20. M鋜z entgegen urspr黱glichen Ank黱digungen vorzeitig aus Wahlheim. Rund 60 Tonnen abgebrannter Brennst鋌e aus den Atomkraftwerken Grundremmingen und Neckarwestheim sind dort am Vortag von Schwerlasttransportern auf Eisenbahnwaggons verladen worden. Der Castor-Zug erreicht gegen Abend das Zwischenlager Ahaus. Zuvor kommt es zu heftigen Zusammenst鲞en zwischen Atomkraftgegnern und der Polizei. Hunderte Demonstranten werden vor黚ergehend festgenommen. F黵 die letzten rund zwei Dutzend Kilometer bis ins westf鋖ische Zwischenlager Ahaus braucht der Zug mehrere Stunden, weil Atomgegner sich immer wieder an die Gleise ketten oder den Schienenweg mit anderen Mitteln zu blockieren versuchen.

Mai 1998

Nachdem erh鰄te Strahlenwerte bei Transportbeh鋖tern gemessen werden, stoppt Bundesumweltministerin Angela Merkel (CDU) am 21. Mai alle in- und ausl鋘dischen Transporte von Castor-Beh鋖tern mit abgebrannten Brennelementen.

November 1999

Bundesumweltminister J黵gen Trittin (Gr黱e) k黱digt Mitte November die Wiederaufnahme der Castor-Transporte an.

M鋜z 2001:

Am 26. M鋜z verl鋝st ein Castor- Zug mit 85 Tonnen Atomm黮l in sechs Castor-Beh鋖tern unter massivem Polizeiaufgebot die franz鰏ische Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Richtung Deutschland. Nahe der Ortschaft Wendisch Evern besetzen mehr als 500 Castor-Gegner die Bahnstrecke L黱eburg-Dannenberg. Mit Hilfe eines Sonderzuges r鋟mt die Polizei die Schienen. Am Abend kommt es zu erheblichen Behinderungen durch Gleisbesetzungen im rheinland-pf鋖zischen Maximiliansau und hinter Hagenbach. Rund 20 Demonstranten sind an die Gleise gekettet.

Am 27. M鋜z wird der Castor-Transport 黚er Kassel und Warburg umgeleitet, weil Castor-Gegner bei G鰐tingen eine Blockadeaktion planen. Mit fast einem Tag Versp鋞ung trifft der Zug am Abend des 28. M鋜z in der Verladestation von Dannenberg ein. Ganz 黚erraschend startet der Konvoi der Spezial-Tieflader mit den sechs Castoren im Morgengrauen des 29. M鋜z von Dannenberg nach Gorleben. In Rekordzeit von knapp anderthalb Stunden trifft der Kilometer lange Tross in Gorleben ein.



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