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Castor-Chronik - Der Castor rollt wieder!

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der castor rollt wieder
Nach vier Tagen Transport von der Wiederaufbereitungsanlage im franz鰏ischen La Hague sind am Donnerstag erstmals seit 1997 wieder sechs Castor-Beh鋖ter im atomaren Zwischenlager im nieders鋍hsischen Gorleben eingetroffen. ddp zeichnet die wichtigsten Stationen des Castor-Transportes nach.

26. M鋜z:

- Um 06.50 Uhr verl鋝st der Castor die franz鰏ische Wiederaufbereitungsanlage La Hague. Unter massivem Polizeiaufgebot f鋒rt der Zug mit 85 Tonnen Atomm黮l in sechs Castor-Beh鋖tern in Richtung Deutschland.

- Nahe der Ortschaft Wendisch Evern besetzen mehr als 500 Castor-Gegner die Bahnstrecke L黱eburg-Dannenberg. Mit Hilfe eines Sonderzuges r鋟mt die Polizei die Schienen.

- Am Abend kommt es zu erheblichen Behinderungen. Rund 200 Atomkraftgegner besetzen im rheinland-pf鋖zischen Maximiliansau die Gleise. Kurz hinter Hagenbach ketten sich rund 20 Demonstranten an. 53 Personen werden vorl鋟fig festgesetzt, neun weitere festgenommen. In Splietau bei Dannenberg wird eine Stra遝nblockade mit starken Polizeikr鋐ten aufgel鰏t.

- Um 23.25 黚erquert der Castor-Transport die deutsch-franz鰏ische  Grenze.

27. M鋜z

- Mit etwa einer Stunde Versp鋞ung erreicht der Castor-Transport um 00.40 Uhr W鰎th am Rhein in Rheinland-Pfalz.

- Um 03.37 Uhr verl鋝st der Zug den Bahnhof und passiert um 04.15 Uhr Karlsruhe in Richtung W黵zburg und Fulda. Um 06.40 erreicht er Bayern.

- Am Morgen besetzen 45 Greenpeace-Aktivisten bei Dannenberg die Eisenbahnbr點ke 黚er das Fl黶schen Jeetzel. Nach sechs Stunden werden sie festgenommen.

- Am Mittag wird der Castor-Transport nach einem planm溥igen Tankstopp im hessischen Bebra 黚er Kassel und Warburg umgeleitet, weil Castor-Gegner bei G鰐tingen eine Blockadeaktion planen. Der Zug f鋒rt 黚er Bad Pyrmont nach Hameln.

- Vor allem entlang der Strecke L黱eburg-Dannenberg kommt es immer wieder zu Protesten. In Leitstade r鋟men Beamte teilweise unter Einsatz von Schlagst鯿ken gewaltsam einen Schienenabschnitt. Etwa 30 Demonstranten werden in Gewahrsam genommen. In Wendisch Evern gelangen rund 300 Atomkraft-Gegner auf den Bahndamm. Die Polizei geht massiv gegen die Besetzer vor. Es gibt Verletzte.

- 躡er Hannover, Celle und Uelzen erreicht der Castor-Transport gegen 17.00 Uhr eher als geplant L黱eburg. Die Castor-Begleitmannschaft wird ausgewechselt, und der Zug f鋒rt Richtung Dannenberg ab.

- Am Abend gelingt es einem Atomkraftgegner, kurzzeitig auf einen der Castor-Beh鋖ter zu klettern. Gegen 19.30 k鰊nen acht Greenpeace-Aktivisten sich an einem Bahn黚ergang bei Dahlenburg an die Gleise ketten.

- Spezialkr鋐te beseitigen einen vermuteten Sprengsatz an den Bahngleisen bei Pasade.

- Bei einer Demonstration in Dannenberg kommt es am sp鋞en Abend zu vereinzelten 躡ergriffen. Steine fliegen auf Polizeibusse, ein Fahrzeug brennt aus. Kurz vor Eintreffen des Castor-Transports sorgen 500 militante Demonstranten f黵 Rangeleien mit der Polizei, die daraufhin Wasserwerfer einsetzt. F黱f Polizisten werden verletzt, einer unter ihnen schwer, 576 Demonstranten werden vorl鋟fig in Gewahrsam genommen. Autonome greifen die Beamten mit Essigs鋟re an.

- Gegen Mitternacht haben sich vier Demonstranten der Umweltschutzorganisation Robin Wood bei S黶chendorf an eine komplizierte Rohrkonstruktion angeschlossen, die dann einbetoniert wurde.

-F黱f weitere Personen haben sich bei Neezendorf, ein anderer Demonstrant bei Nahrendorf an die Gleise gekettet. Sie werden von der Polizei von der Bahnstrecke entfernt.

28. M鋜z:

- Am Morgen wird der Castor-Transport wegen der Gleisblockaden bei S黶chendorf zum Bahnhof Dahlenburg, auf halber Strecke 25 Kilometer vor Dannenburg, zur點kgesetzt. Erst m黶sen die immer noch auf den Gleisen einbetonierten Demonstranten bei S黶chendorf befreit werden. Die Lok des Castor-Zuges wird aufgetankt, die Mannschaft von Polizei und BGS ausgetauscht.

- Gegen 14.00 Uhr gelingt es der Polizei, nach 16 Stunden den letzten Demonstranten bei S黶chendorf aus dem Beton zu mei遝ln. Anschlie遝nd wird das besch鋎igte Gleisbett repariert.

- Kurz nach 17.00 Uhr setzt sich der Zug mit den Castor-Beh鋖tern nach 20-st黱digem Zwangshalt in Richtung Dannenberg in Bewegung. Mit fast einem Tag Versp鋞ung trifft er gegen 19.30 Uhr in der Verladestation ein, wo die Beh鋖ter f黵 den 20 Kilometer langen Stra遝ntransport ins Zwischenlager Gorleben umgehoben und vermessen werden. W鋒renddessen eskalieren erneut Auseinandersetzungen von Demonstranten und Polizei.

29. M鋜z:

- Ganz 黚erraschend startet der Konvoi der Spezial-Tieflader mit den sechs Castoren im Morgengrauen gegen 06.40 Uhr von Dannenberg nach Gorleben. Das Gros der Demonstranten ist v鰈lig 黚errascht.

- 08.08 Uhr: In Rekordzeit von knapp anderthalb Stunden trifft der Kilometer lange Tross in Gorleben ein und rollt durchs Tor des Zwischenlagers. Protestierende Demonstranten werden durch 18.000 Polizisten und BGS-Beamte ferngehalten. Damit ist die Aktion abgeschlossen.



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