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Energie-Nachrichten

Netzentgelte 2018: Stromsparen wird h鋟fig bestraft

Die Entgelte f黵 die Nutzung der Stromnetze steigen in diesem Jahr in etlichen Regionen von Deutschland allerdings gebietsweise sehr unterschiedlich und bei geringen Stromverbr鋟chen st鋜ker als bei hohen Stromverbr鋟chen. In der bundesweiten Tendenz wird Energiesparen dadurch unattraktiver und Haushalte mit unterdurchschnittlichem Stromverbrauch zahlen teilweise deutlich mehr je Kilowattstunde als Durchschnittskunden.

Die Ver鋘derungen der Netzentgelte sind dabei weniger gesetzlichen Anforderungen oder den Notwendigkeiten des Betriebes der Stromnetzte geschuldet, als vielmehr das Ergebnis komplexer Verteilungsmechanismen sowie Regelungsl點ken. Das ist das Ergebnis einer Kurzstudie im Auftrag von Agora Energiewende, die heute ver鰂fentlicht wurde.

So zahlen Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von nur 1.000 Kilowattstunden im Netz der nordwestdeutschen EWE mehr als 15 Cent pro Kilowattstunde alleine f黵 das die Nutzung des Stromnetzes. Wer hingegen im selben Netz 4.000 Kilowattstunden j鋒rlich verbraucht, f黵 den halbieren sich die Netzentgelte je Kilowattstunde Stromverbrauch auf rund sieben Cent. Dieser Trend ist auch in anderen Netzgebieten zu beobachten, etwa bei der ostdeutschen Edis oder im westdeutschen Westnetz. 凙rme oder auch sparsame Stromkonsumenten werden bei den Netzkosten relativ schlechter gestellt, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. 凞as ist in sozialer und 鰇ologischer Hinsicht kontraproduktiv. Dass es anders geht, ist in Stuttgart zu sehen. Im dortigen Netz liegen die Netzkosten unabh鋘gig vom Stromverbrauch stets bei rund 5,7 Cent pro Kilowattstunde. Ein h鰄erer Grundpreisanteil ist Agora Energiewende zufolge lediglich f黵 Stromverbraucher gerechtfertigt, die sich mit ihrer eigenen Solaranlage zwar in vielen Zeiten des Jahres selbstversorgen, in anderen jedoch zu 100 Prozent auf das Stromnetz angewiesen sind.

Die Studie legt auch dar, dass der Ausbau der Strom黚ertragungsnetze zu Kostensenkungen f黨ren kann: So reduzierte der ostdeutsche Netzbetreiber 50Hertz zu Jahresbeginn seine Netzkosten um 11 Prozent. Denn nach der Inbetriebnahme der sogenannten Th黵inger Strombr點ke muss der Netzbetreiber seltener teure Redispatch-Kraftwerke anfordern, um die 躡erlastung von Leitungen zu verhindern. Umgekehrt fallen die auf die Verbraucher umzulegenden Netzkosten im Westen Deutschlands in diesem Jahr h鰄er aus. Die Steigerungen reichen von +9 Prozent bei Tennet 黚er +13 Prozent bei TransnetBW bis zu +45 Prozent bei Amprion. Die Gr黱de daf黵 umrei遲 die Studie grob. 刉ir w黵den gerne genauer nachvollziehen, warum genau es zu diesen Kostensteigerungen kommt, sagt Graichen. 凙llerdings gibt es nur wenig 鰂fentliche Daten 黚er die Zusammensetzung der Kosten in den 躡ertragungs- und den Verteilnetzen. Angesichts der Tatsache, dass die Netze deutschlandweit in etwa so viel Geld kosten wie die F鰎derung Erneuerbarer Energien, ist das ein Unding. Wir brauchen hier dringend mehr Transparenz, damit die Energiewende effizienter werden kann.

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