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Energie-Nachrichten

Energie: Verbraucher und Handel um Milliarden entlasten

Handel und private Verbraucherinnen und Verbraucher k鰊nten pro Jahr um rund 5,2 Milliarden Euro bei der Finanzierung der Energiewende entlastet werden. Allein die weitgehende Abschaffung der Stromsteuer h鋞te einen Einspareffekt von 3,4 Milliarden Euro. Das zeigt ein gemeinsames Papier des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und des Handelsverbands Deutschland (HDE). vzbv und HDE fordern die n鋍hste Bundesregierung auf, die Kosten der Energiewende gerechter zu verteilen und schlagen f黱f Ma遪ahmen vor.

凞ie Industrie ist der gr鲞te Stromverbraucher. Die gr鲞ten Zahler f黵 die Energiewende sind aber private Verbraucher und Handel. Wir brauchen eine faire Kostenverteilung und ein Ende umfangreicher Verg黱stigungen f黵 die Industrie. Sonst steht die Akzeptanz der Energiewende auf dem Spiel, sagt Klaus M黮ler, Vorstand des vzbv. Die privaten Haushalte verbrauchen 25 Prozent des Stroms, m黶sen aber 36 Prozent der Finanzierung der EEG-Umlage stemmen.

凞er Handel zahlt zehn Prozent der Kosten f黵 den Ausbau erneuerbarer Energien, obwohl die Branche nur einen Anteil von sechs Prozent am Stromverbrauch hat. Dar黚er hinaus verringert die unfaire Kostenverteilung die Kaufkraft der Verbraucher, so HDE-Hauptgesch鋐tsf黨rer Stefan Genth.

Verbraucher wollen Teilfinanzierung des Strompreises aus Haushaltsmitteln

82 Prozent der Verbraucher bef黵worten den Ausstieg aus der Atomenergie und die langfristige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Das zeigt eine aktuelle, repr鋝entative Umfrage von YouGov im Auftrag des vzbv.

刅erbraucher unterst黷zen die Ziele der Energiewende. Das k鰊nte sich aber 鋘dern, wenn die Stromkosten k黱ftig weiter steigen. Die Politik muss Verbraucher deshalb entlasten, beispielsweise durch eine Senkung der Stromsteuer und durch Finanzierung von Teilen des Strompreises aus Steuermitteln, so vzbv-Vorstand M黮ler. Laut der Umfrage stimmen 61 Prozent der Befragten dem Vorschlag zu, einen Teil der Energiewendekosten zuk黱ftig aus Steuermitteln zu finanzieren. Dies w黵de vor allem einkommensschwache Haushalte entlasten.

Stromsteuer deutlich herabsetzen

Eine Entlastung in H鰄e von 3,4 Milliarden Euro pro Jahr bringe nach Berechnungen von vzbv und HDE auch die weitgehende Abschaffung der Stromsteuer. Einst eingef黨rt, um zum Stromsparen zu bewegen, sei die Stromsteuer heute angesichts hoher Strompreise nicht mehr zeitgem溥. Die Steuerbelastung verzerre zudem den Wettbewerb gegen黚er anderen Energietr鋑ern, etwa Heiz鰈 im W鋜mesektor oder Benzin im Verkehrssektor, und behindere die Sektorkopplung, also etwa die Nutzung von Strom f黵 Mobilit鋞. vzbv und HDE fordern, die Stromsteuer auf den EU-Mindeststeuersatz herabzusetzen.

Dar黚er hinaus schlagen die beiden Verb鋘de weitere Ma遪ahmen mit Einsparpotenzial vor:

Liquidit鋞sreserve begrenzen: Betreiber von Wind- und Solaranlagen werden 黚er Einnahmen aus der EEG-Umlage gef鰎dert. Je mehr erneuerbare Energie erzeugt wird, desto h鰄er die F鰎derung. Die Liquidit鋞sreserve soll daf黵 sorgen, dass das EEG-Konto nicht ins Minus rutscht. vzbv und HDE halten eine Liquidit鋞sreserve von drei Prozent der Einnahmen aus der EEG-Umlage statt aktuell sechs Prozent f黵 ausreichend.

Industriellen Eigenverbrauch belasten: Seit der EEG-Reform 2014 f鋖lt f黵 den Verbrauch von selbst erzeugtem Strom die volle EEG-Umlage an, es sei denn er stammt aus erneuerbaren Energien oder aus hocheffizienter Kraft-W鋜me-Kopplung. Doch es gelten Ausnahmen, wenn die Anlage vor der Reform 2014 gebaut wurde. Davon profitieren besonders Industrieunternehmen, die eigenen Strom verbrauchen. Das Problem: Der Strom ist zu gro遝n Teilen konventionell erzeugt, etwa im Kohlekraftwerk. vzbv und HDE fordern deshalb, in solchen F鋖len die volle EEG-Umlage zu erheben.

Netzentgeltbefreiungen streichen: F黵 die Anbindung an das Stromnetz zahlen Haushalte, Gewerbe und Industrie Netzentgelte. Industrieunternehmen k鰊nen unter bestimmten Voraussetzungen Verg黱stigungen erhalten, die von den 黚rigen Verbrauchern gegenfinanziert werden. Ihr Nutzen, um etwa Netzkosten zu senken, ist fraglich. vzbv und HDE fordern, die Verg黱stigungen zu streichen.

Verordnung f黵 abschaltbare Lasten streichen: Stromverbraucher, die bei Stromengp鋝sen kurzfristig keinen Strom beziehen, um eine stabile Versorgung sicherzustellen, erhalten 黚er die Abschaltbare-Lasten-Umlage eine Verg黷ung. Die Kosten tragen vor allem Handel und Verbraucher. Die Umlage steht allerdings anderen Regulierungsinstrumenten entgegen. vzbv und HDE halten die Verordnung f黵 黚erfl黶sig.

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