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Energie-Nachrichten

Bundestagswahl 2017: So soll Strom bezahlbar bleiben

Heidelberg. Kurz vor der Bundestagswahl sind sich alle einig: Strom muss bezahlbar bleiben. Doch die Frage nach dem Wie beantwortet jede Partei anders. Auff鋖lig ist: Vor allem die beiden Regierungsparteien CDU und SPD halten sich bei der Formulierung konkreter Ma遪ahmen zur點k. Die Tarifexperten von Verivox haben die Parteiprogramme unter die Lupe genommen und exemplarisch nachgerechnet, was konkrete energiepolitische Ma遪ahmen f黵 Stromkunden bedeuten w黵den.

Steuern, Umlagen und Abgaben dominieren den Strompreis

Die Stromkosten f黵 eine dreik鰌fige Familie (4.000 kWh) belaufen sich gem溥 Verivox Verbraucherpreisindex aktuell auf 1.136 Euro pro Jahr. 285 Euro entfallen auf die Netznutzungsentgelte, 213 Euro bleiben den Stromversorgern f黵 Beschaffung, Marge und Vertrieb. Allein Steuern, Abgaben und Umlagen summieren sich auf 638 Euro, machen also bereits mehr als 50 Prozent des Strompreises aus. Kein Wunder, dass die Parteiprogramme genau hier ansetzen.

FDP und Linke m鯿hten Stromsteuer senken

Die Stromsteuer f黵 private Verbraucher macht mit derzeit 2,05 Cent je Kilowattstunde rund 7 Prozent der Stromrechnung aus, f黵 eine Familie summieren sich diese Kosten auf 82 Euro pro Jahr. Kommen FDP oder Linke in Regierungsverantwortung, soll die Stromsteuer sinken. Die FDP legt sich konkreter fest und plant eine Reduzierung auf das europ鋓sche Mindestma. Das betr鋑t 0,05 Cent je Kilowattstunde und w黵de eine Familie um 80 Euro entlasten.

AfD und FDP fordern: EEG abschaffen

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert. Sie macht mit 275 Euro 24 Prozent des aktuellen Strompreises aus. FDP und AfD fordern in ihrem Wahlprogramm deren Abschaffung. Unklar ist, wie sich die Entlastung finanzieren lassen soll, denn die garantierten Verg黷ungsanspr點he aus dem Bestand laufen noch bis mindestens 2037 weiter.

Linke und Gr黱e: EEG-Rabatte f黵 energieintensive Unternehmen reduzieren

Stromintensive Unternehmen werden bei der EEG-Umlage entlastet im Jahr 2015 mit rund 3,4 Milliarden Euro. So soll die Wettbewerbsf鋒igkeit deutscher Unternehmen sichergestellt werden. Diesen Betrag zahlten aber die Stromverbraucher mit 1,38 Cent je Kilowattstunde 黚er die EEG-Umlage mit. Die Forderung der Linken, diese Rabatte abzuschaffen, w黵de einen Durchschnittshaushalt j鋒rlich um rund 55 Euro entlasten. Auch die Gr黱en wollen Strompreisrabatte f黵 die Industrie auf ein Minimum beschr鋘ken.

Mehrwertsteuer-Absenkung im Wahlkampf unbeliebt

Allein die Mehrwertsteuer belastet eine Durchschnittsfamilie mit 181 Euro im Jahr das entspricht 16 Prozent der Stromrechnung. W黵de Strom, wie zum Beispiel Nahrungsmittel, als lebensnotwendiges Gut unter den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent fallen, k鰊nten die Verbraucher an dieser Stelle um rund 115 Euro entlastet werden. Doch dieser Vorschlag ist in der Politik nicht beliebt, denn die Mehrwertsteuer ist eine Gemeinschaftssteuer, die zwischen Bund, L鋘dern und Gemeinden aufgeteilt wird. Dementsprechend findet sich die Forderung in keinem der Wahlprogramme der gro遝n Parteien.

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