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Energie-Nachrichten

Energiewende: Kosten f黵 Speichertechnologien sinken bis 2030 deutlich

Speicher sind f黵 die Energiewende unverzichtbar, denn sie kompensieren die witterungs- und saisonabh鋘gigen Schwankungen von Windkraft und Photovoltaik. Mit leistungsf鋒igen Energiespeichern k鰊nen die erneuerbaren Energietr鋑er trotz ihrer Volatilit鋞 optimal genutzt werden. Fossile Energiequellen lassen sich so zuverl鋝sig ersetzen.

Allerdings sind die derzeitigen Speichertechnologien mit Kosten von mehr als 100 Euro pro Megawattstunde Speicherkapazit鋞 immer noch zu teuer und technisch oft nicht ausgereift. Die neue Roland Berger-Studie "Business models in energy storage" zeigt jedoch, dass sich der Markt f黵 Speichertechnologien in den kommenden Jahren gr黱dlich 鋘dern wird. "Der Erfolg der Energiewende ist ohne Energiespeicher nicht denkbar und deshalb werden diese Technologien verst鋜kt in den Markt dr鋘gen", erkl鋜t Torsten Henzelmann, Partner von Roland Berger. "Wir erwarten bis 2030 einen starken Innovationsschub, deutlich sinkende Kosten und somit profitable Gesch鋐tsmodelle f黵 Speichersysteme."

Unterschiedliche Speichertechnologien notwendig

In ihrer Studie analysieren die Roland Berger-Experten verschiedene Technologien in 12 internationalen Fallbeispielen und zeigen dabei die Einsatzm鰃lichkeiten und Wirtschaftlichkeit von Speichern.

So ist zum Beispiel im Norden Chiles ein Pumpspeicherkraftwerk mit 300 Megawattstunden Kapazit鋞 geplant, das die Schwankungen einer lokalen Photovoltaikanlage ausgleichen soll. Kombiniert sollen beide Systeme Bergbauunternehmen zuverl鋝sig mit Elektrizit鋞 versorgen und sich wirtschaftlich ohne Subventionen tragen. Auf Kodiak Island, einer Insel in Alaska, garantieren Batterien die Integration erneuerbarer Energien ins Netz. Zudem entstehen auf der Insel durch zwei elektrisch betriebene Kr鋘e zus鋞zliche Energiebedarfsspitzen, die die Netzstabilit鋞 gef鋒rden. Diese Spitzen konnten durch einen Schwungradspeicher aufgefangen werden, der das Batteriesystem entlastet und dessen Lebenszeit verl鋘gert.

"F黵 die verschiedenen Bed黵fnisse entlang der Wertsch鰌fungskette der Energieindustrie sind unterschiedliche Speichersysteme gefragt", erkl鋜t Henzelmann. "Netzbetreiber ben鰐igen hoch flexible Speicherkapazit鋞en, um auf pl鰐zliche Energiespitzen schnell reagieren zu k鰊nen. Dagegen ben鰐igen Stromversorger gro遝 Speicher, um mit langfristig stabilen Preisen profitabel zu wirtschaften." So k鰊nen sie 黚ersch黶sigen Strom aus Erzeugungsspitzen - bei Photovoltaikanlagen im Sommer - g黱stig speichern und diesen 黚er den Stromhandel in Zeiten knapper Energieproduktion und h鰄erer Marktpreise - zum Beispiel im Winter - wieder gewinnbringend ins Netz einspeisen. Deshalb r鋞 Henzelmann: "Energieversorger sollten mit Netzbetreibern Einspeisebedingungen definieren, um im Anschluss von den hohen Preisschwankungen der Erneuerbaren am Strommarkt zu profitieren."

Neue Gesch鋐tsmodelle entstehen

Weitere Gesch鋐tsmodelle entstehen zudem durch den intelligenten Einsatz von Batteriesystemen. Zum Beispiel k鰊nten Netzbetreiber einzelne Batteriespeicher digital vernetzen, um einen dezentralen Gro遱peicher zu schaffen. Dieser k鰊nte dann bei Versorgungsengp鋝sen helfen. Durch die neuen M鰃lichkeiten entsteht auch neuer Wettbewerb f黵 die Energieversorger: "Bei allen untersuchten Speichertechnologien erwarten wir durch die sinkenden Technologiekosten neue Konkurrenten im Markt", sagt Torsten Henzelmann. "Ihre alternativen Gesch鋐tsmodelle werden die Strategien der etablierten Energieversorger in Frage stellen."

Speichertechnologien werden au遝rdem weitere Auswirkungen auf andere Branchen haben - zum Beispiel bei der Power-to-X-Technologie. So k鰊nte f黵 die Chemieindustrie unerwartete Konkurrenz durch Stromversorger entstehen: Diese k鰊nten mit der 黚ersch黶sigen Energie Gase wie Wasserstoff oder Ammoniak herstellen und auf dem Markt anbieten. Chemieunternehmen und Energieversorger sollten deshalb die technologische Entwicklung genau verfolgen und potenziell Partnerschaften eingehen. "Dieses Beispiel zeigt, dass die Entwicklung der Speicher die Energieindustrie deutlich ver鋘dern wird", sagt Henzelmann. "Energieversorger und Netzbetreiber sollten sich jetzt schon Gedanken dar黚er machen, wie sie von den neuen Technologien profitieren k鰊nen, um in Zukunft konkurrenzf鋒ig zu bleiben."

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